#18 – Der Inselbote
Shownotes
Hinter die Kulissen des Inselboten: Das Heft mit der großen, grünen Überschrift ist auf Spiekeroog eine Institution. Im Gespräch mit Hartmut Brings wird beleuchtet, wie der Inselbote zu einem unverzichtbaren Wegbegleiter für Einheimische und Gäste wurde.
Im Mittelpunkt stehen Lieblingsgeschichten, besondere Momente sowie die Frage, wie sich die Pressefreiheit und das Medienklima auch auf der Insel verändern. Persönliche Anekdoten, bewegende Erinnerungen und die besondere Beziehung zu den Leserinnen und Lesern verleihen dem Gespräch eine persönliche Note. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Lokaler Journalismus ist mehr als nur Papier – er ist Herzstück und Heimat zugleich.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Zur Ostspitze gehen und am Strand zurück.
00:00:02: Also was viel besseres,
00:00:03: finde ich, gibt es nicht!
00:00:05: Eine Leibenschaft
00:00:05: für den Ort,
00:00:06: für den Lebensraum?
00:00:08: Das Licht ist immer anders in Wolkenformation.
00:00:12: Moin, Doppelfahrgäste!
00:00:13: Die Besatzung der Spicogainsbüßse recht herzlich
00:00:16: an Bord zu überfahren nach Spico.
00:00:20: Natürlich Spico!
00:00:21: Moin!
00:00:22: Heute geht's um den Inselboten... Ihr kennt den A-Vierheftchen Grüne Überschrift, Inselbote.
00:00:31: Viele Fotos und dann Berichte über alles was auf der Insel passiert.
00:00:36: aber wer steckt eigentlich hinter dem Inselboten?
00:00:38: Wer ist der Insellbote?
00:00:40: Mit ihm habe ich mich heute getroffen mit Hartmut Brings Und direkt geht es erstmal los mit unserer Rubrik.
00:00:46: Jetzt
00:00:46: kommt Buddha bei die Fische im Schneffermat.
00:00:49: Ebbe oder Flut?
00:00:51: Oh schon Flut,
00:00:52: spezipulierer am Wasser.
00:00:55: Süddeutsche oder die Zeit?
00:00:57: Ich bin... Südde und Schaleser.
00:01:00: Strandspaziergang oder Fernseherabend?
00:01:04: Ganz selten,
00:01:05: Strandspazeergang und noch seltener Fernseheabend!
00:01:09: Was ist der normale Abend?
00:01:11: Früh ins Bett gehen, wenn man nicht unbedingt auf den Tellmin für seine eigene Zeit
00:01:15: holen muss.
00:01:17: Hochsaison- oder Winterpause?
00:01:18: Hochsession Das war eindeutig!
00:01:23: Wenn Sie ein Angebot hätten, Inselbote oder Ressortchef bei der süddeutschen... für ein beliebiges Ressort.
00:01:32: Vor zwanzig Jahren hätte ich nachgedacht, aber heute würde ich nichts anderes mehr machen wollen als
00:01:37: Inselboote.".
00:01:40: Das war Boda bei die Fische im Schnellformat!
00:01:44: Mit wem haben wir es heute zu tun?
00:01:45: –
00:01:45: Mit dem Inselboten.
00:01:48: Hartmut Brings der Inselbote also personifiziert.
00:01:52: sozusagen ist meine Idee geboren in den Altmaß.
00:02:01: des Journalismus aufgenommen
00:02:03: habe.
00:02:03: Wann ist der Inselboten zu dem Blatt geworden, wie wir es jetzt kennen?
00:02:09: A-Vier zum Kaufen bei Edeka oder bei der Turi Verwaltung als Abo?
00:02:14: Genau das eigentlich in den Jahrhunderts und neunzehnundneinzig also im vierten Jahrgang.
00:02:19: Ist auch ganz wichtig geradeauf wenn man eine Diskussion ist, wie der Insellbote berichtet.
00:02:26: Herausgeberin der ersten drei Jahrgänge war die Kurverwaltung.
00:02:30: Das vergisst man nicht.
00:02:33: Man weiß, aus welchem Stall man kommt, sage ich ganz offen.
00:02:36: und erst im vierten Jahrgang habe ich dann einen eigenen Verlacht gegründet.
00:02:44: und dann haben wir eben von der Wandzeitung umgestellt auf richtig gedruckt mit kleinen aufse Druckmaschinen auch hier in Kurzentrum da wo heute Kürmikelshaus war.
00:02:58: die Druckmaschine Da ist praktisch dieser A-Vierdruck auch so ähnlich mit dem Layout, wie es heute zu sehen ist entstanden.
00:03:07: Und dann haben wir auf Wochenzeitungen im Prinzip dann umgestellt einmal in den Jahr threehundneunzig und dann eben ab zwei tausend vier wieder nach der Wiederkehr sozusagen.
00:03:21: Kann man denn als Inselbote auf der Insel irgendwie privat sein?
00:03:26: Oder bist du immer der Inselbote, der guckt und ach hier ist was.
00:03:33: Darüber könnte ich doch etwas schreiben.
00:03:35: Und ach Mensch, dir wollte ich noch sagen das schreib doch da mal rüber.
00:03:39: oder gibt es außer wenn man ganz auf der Ostplatte an der Spitze ist?
00:03:43: Da war ich noch nie.
00:03:46: Nee, ist nicht!
00:03:47: Also wenn man sich auf die Kurs bewegt
00:03:49: und
00:03:50: Menschen trifft, die einen kennen, ist man eben der Insellbote um ganz seltene Art mitbringst.
00:03:55: Man hat trotzdem einige wenige Freunde, da ist man dann vielleicht doch noch eher hartnott übrigens als der Inselbote.
00:04:01: Aber es ist ja auch ein schönes Gefühl, weil Menschen die Zeitung seit mittlerweile Jahrzehnten abonnieren und dafür für wenig Papier viel Geld bezahlen wenn die einem auf der Insell ansprechen.
00:04:14: das ist ja irgendwo ein Kundenverhältnis eine Befriedigung zu wissen, dass man erkannt wird und das die Leute reinlaufen und die Zeitung ansprechen.
00:04:28: Jetzt hast du schon den Punkt gesagt abonniert.
00:04:30: wie ist denn das Verhältnis?
00:04:31: Wie viele Leute lesen der Inselboten?
00:04:35: Wie viel haben das im Abo?
00:04:36: Wieviel sind auf dem Festland?
00:04:38: Wieviele hier
00:04:39: also zum Glück viel mehr Menschen als gedruckt werden.
00:04:44: Wir hatten jetzt eine durchschnittliche Verkaufsauflage von Tausendvierhundert.
00:04:51: Davon waren neunhundfünfzig Festlands-Agos, bleiben also vierhundertfünfzig verkaufte Zeitungen auf der Insel und wir haben ungefähr hundertzwanzig Abos auf der INSEL.
00:05:02: Also das heißt es so im Verkauft dann wenn ich Das richtig Überschlage so im Schnitt, in der Zeitung
00:05:08: dann landen.
00:05:09: Von den Abo-Zahlen gehen wir doch mal direkt zu zwei Lesern einem Abonnenten und einem Kioskkäufer.
00:05:16: Ich habe den ja auch abonniert und hab den noch.
00:05:19: Zuhause kriege ich ihn immer aber... ...ich fahre jetzt schon seit neunzehundertneinhalb Neunundvierzig hier nach Spiegeloog also über siebzig Jahre und da ist man ja interessiert.
00:05:30: und das neueste das erhebt das erfährt man denn aus dem Inselboten.
00:05:36: Was lesen Sie besonders gerne?
00:05:38: Alles.
00:05:39: So groß, so umfangreich ist das ja nur nicht, dass man das nicht schaffen kann.
00:05:43: aber das lesen wir alles.
00:05:45: Ja, das interessiert mich immer.
00:05:47: Warum kaufen sie den Inselboten?
00:05:50: Ich überjahre es aus Interesse.
00:05:51: ich meine Informationen über die Insel.
00:05:56: Was sind Lieblingsthemen, über die du besonders gerne berichtest?
00:06:02: Also die Wahrheit ist schon... So ein Inselbotenjahr ist eben wie jedes Jahr in der Lokalredaktion sehr durch einen festen Kalender irgendwie geprägt.
00:06:15: Da gibt es ja sehr, sehr viele schöne Termine also mit.
00:06:18: das Schönste ist jetzt gerade gewesen das Malbaumaufstellen der Kinder weil man dann seinen eigenen Töchter da auch wieder sieht wo die schon seit Jahren die Insel verlassen haben.
00:06:29: aber man hat genau dieselbe Situation vor Augen.
00:06:32: Es waren die oder lehnt ihr, damit den Mai Baumdorben die Kurve geflitzt sind.
00:06:38: Schlagball ist für mich faszinierend.
00:06:41: Das ist ein ganz toller Sport der leider viel zu wenig mediale Aufmerksamkeit bekommt.
00:06:47: Dazu kommt ja einfach noch die Umgebung an Mannschafts-Sport am Strand ins Gutläufer einer Traumkulisse mit blauem Wasser und blaues Wasser auf Schrikoria-Welten aber in blauer Himmel.
00:07:03: Das macht einfach Spaß, darüber berichten zu können.
00:07:08: Und ich bin eben ja politisch interessiert und gemeiner Ratssitzung sind das was mir auch Spaß macht.
00:07:17: Auch wenn es teilweise sehr viel Routine ist und es nicht nur um ganz wichtige Sachen geht.
00:07:25: aber Politik macht mir grundsätzlich mehr Freude als beispielsweise ein Konzert oder So.
00:07:33: was sind
00:07:33: die Errichtungen.
00:07:34: Und gibt es auch etwas, wo du sagen würdest darüber bericht ich nicht?
00:07:37: Ja Grundsätzlich Suizid findet in meiner Zeit um mich statt.
00:07:44: Auch Schlagabtausch auf Niveau
00:07:48: im
00:07:49: sozialen Medien Den ich nicht folgen möchte den Niveaux und deswegen findet bei mir der Schlag-Abtausch auch nicht statt.
00:07:59: Da können sie digitalen Endgeräten ohne mich sich austoben, da muss ich nicht mitmachen.
00:08:09: Es ist ja auch so.
00:08:09: es hat ja auch schon Nachrichten also Ereignisse auch auf Spiegel gegeben.
00:08:13: Also jetzt unabhängig von... Das heißt, ein Sporthotel Brand vergisst man nicht aber die Coronazeit war unheimlich prägend.
00:08:25: Es gab auf einmal eine Nachrichtenlage, mit der niemand gerechnet hatte.
00:08:29: Wir auf der Insel hatten immer ja irgendwo den Tanker vor Augen, der strandet und es nur Ölkatastrophe geben könnte.
00:08:37: Und so haben wir uns mal vorgestellt dass der Tourismus gestoppt werden könnte.
00:08:41: Dass aber mal eine Pandemie uns als Tourismusort still liegt das war für mich nicht vorstellbar.
00:08:49: Darüber zu schreiben das war dann wirklich auch ganz was Besonderes Und noch besonderer Wahlmenteffekt, dass wir in den Corona-Jahren unheimlich großen Zuspruch hatten von unseren Lesern und Leseren auf dem Festland.
00:09:04: Wir haben so Solidaritätsabos bekommen nach dem Motto Beherbergungsverbot verkauft auf Spiegel, gerade nicht eine Zeitung an Gäste.
00:09:11: Dann möchten wir für das Jahr die Zeitung abonnieren!
00:09:15: Das vergisst man auch nicht, ne?
00:09:16: Das ist auch eine ganz tolle Verbundenheit.
00:09:20: zur Leserschaft
00:09:22: Es gibt ja... Bundesebene, die Frage ja wie geht's denn der der Pressefreiheit?
00:09:28: Deutschland ist gerade irgendwie um sieben Plätze nach hinten gesagt was Presse Freiheit angeht vor allem wegen Angriffen auf Journalistinnen.
00:09:39: Ich vermute dass es jetzt hier nicht so ein Thema das es Angriffe gibt.
00:09:42: aber Gibt es einen anderes Klima gegenüber der Pressee als es noch vor zehn Jahren war?
00:09:50: Ist es hier auch bliebbar?
00:09:52: Es gibt.
00:09:54: Es gibt einen größeren Anteil von Menschen, die mit Zeitungen nichts mehr anfangen können.
00:10:01: Es gibt Menschen, der glauben das was sie bei Social Media irgendwie als Eindruck lesen dass es eine vergleichbare Nachricht ist wie das was irgendwie in einer Zeitung steht.
00:10:12: Den Menschen kann ich auch nicht mehr helfen also die fange ich ja auch nicht ein.
00:10:15: Ich bin jetzt kein Mensch der irgendwie die Zeitungswelt noch retten will.
00:10:19: Das wird mir meinem Alter nicht gelingen.
00:10:22: Es ist traurig, das anzusehen.
00:10:24: Das findet das Spiekuch genauso statt wie in jeder anderen Stadt irgendwo nicht nur Deutschland sondern woanders.
00:10:31: Wohin das politisch führt?
00:10:34: muss man nicht Politikwissenschaften oder Journalistik studiert haben um heraus zu erkennen wohin es führt dass im Endeffekt in vielen Bereichen die Demokratie sich gerade selber abschafft Und das wird sicherlich nicht besser, indem die Leute glauben was über Social Media konsumieren.
00:10:53: Dass das irgendwie für Barbara Münze
00:10:55: genommen wird.
00:10:56: Wir sind schon am Ende!
00:10:58: Ich habe noch eine Kategorie, die heißt mach nochmal fertig.
00:11:02: Das ist perfekt dass ich dann Journalisten hab.
00:11:04: Ich habe immer den Anfang von dem Satz und du darfst ihn vollenden.
00:11:10: Spiekeroog ist für mich
00:11:12: Sowohl Heimat als auch Urlaubsort gewesen und jetzt ist es eben auch der Ort, in dem ich arbeite.
00:11:22: Guter Journalismus bedeutet für mich?
00:11:25: Dass man natürlich immer an seine Leserin und Leser denkt.
00:11:30: Sind nicht abgetroschen aber da ist ein Stück weit dran.
00:11:33: Aber trotzdem muss man auch immer noch nur das schreiben wovon man selber überzeugt
00:11:39: ist.
00:11:40: Wenn ich am Festland bin denke
00:11:44: Wenn es gut läuft, denke ich mal ein paar Tage nicht an Spiegel hoch.
00:11:49: Ist man mal so zwei Wochen weg, freut man sich aber auch wieder, dass wir zurückkommen können.
00:11:56: Ganz vielen Dank für die Vollendung der Sätze, aber auch für unser gesamtes Gespräch!
00:12:02: Bitte bitte, danke
00:12:04: auch!
00:12:06: Das war's für heute vom Inselboten Hartmut Brings
00:12:11: Von
00:12:12: dem kleinen lokalen Journalismus, der aber auch so wichtig für die Demokratie ist bis zu großen Fragen von Pressefreiheit und den Anekdoten, die mit dem Inselboden verbunden sind haben wir uns heute bewegt.
00:12:27: Im nächsten Monat wird es mal wieder tierisch auf der Insel.
00:12:32: Wir werden uns den Islandhof anschauen und wie Frauke den dort Managed und was die uns an Geschichten über ihre Pferde und ihre Gäste zu erzählen hat.
00:12:45: Vielen Dank, dass ihr mit dabei wart!
00:12:47: Herzliche Grüße von der Grünen Insel Spiekeroog.
00:12:49: –
00:12:50: euer Daniel Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt auf der grünen
00:12:56: Insell Spiekow.
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